Unsere Kinder stumpfen ab! Das Schulsystem hat keinen Platz für emotionale Intelligenz. Wer zieht die Reißleine?

Es gibt einen großen Fehler im Schulsystem! Wir lernen Mathematik, Deutsch und Englisch, Naturwissenschaften und Literatur. Wir sollen auf das echte Leben vorbereitet werden. Aber fehlt da nicht etwas? Was ist mit emotionaler Intelligenz? Wäre es nicht angebracht, neben der Wissenschaft auch etwas über Emotionen zu lernen?

Emotionale Intelligenz heißt die eigenen Emotionen und die Anderer zu identifizieren und zu interpretieren. Emotionale Intelligenz ist also maßgeblich für psychische Gesundheit und Ausgeglichenheit.

Die zwischenmenschlichen Interaktionen in der Schule reichen nicht aus

Sportunterricht, Schwimmunterricht, kreatives Spiel und die immerzu geforderte mündliche Mitarbeit erfordern gewisse Kompetenzen. Diese Kompetenzen stellen wiederum Anforderungen an den Charakter der Schüler. Mit Aufgeschlossenheit, also mit einer erkennbaren Ausprägung an Extraversion, ist die grundlegendste charakterliche Tendenz für Erfolg in den obigen Disziplinen schon vorhanden. Kindern und Jugendlichen wird also schnell klar: “ich muss aus mir herauskommen, um hier eine gute Note/ ein Lob/ Anerkennung zu bekommen.” Im besten Fall zeigen die Kinder und Jugendlichen das geforderte Verhalten, im schlechtesten Fall verweigern sie sich komplett und sie erhalten eine schlechte Bewertung. Zwischen Verhalten, Kompetenzen und Noten steht das Kind/ stehen die Jugendlichen und verarbeiten die Erkenntnisse und die an sie gestellten Anforderungen mit individuellen Emotionen.

Emotionen können nicht falsch sein. Im besten Fall sind sie aber positiv

Die emotionale Verarbeitung von Dingen, Situationen, Personen usw. ist individuell. In einer Konstellation wie einer Klasse, oder einem Kurs sieht sich ein Kind/ ein Jugendlicher allerdings mit unzähligen Beispielen für mögliche Verarbeitungen einer Situation konfrontiert.

Ein gängiges Beispiel

Eine Schülerin ist unzufrieden mit ihrer Note und rebelliert lautstark. Ein Schüler ist ebenfalls unzufrieden mit seiner Note und bricht in Tränen aus. Die Schüler in der letzten Reihe schauen erst daheim in ihre Klassenarbeit. Die Note ihrer Klassenarbeit interessiert sie ohnehin nicht. Das Lehrpersonal mahnt zur Ruhe, erinnert an die Unterschrift der Eltern unter der Klassenarbeit und hat seine Arbeit somit erfüllt. Wut, Trauer und Abstumpfung, also massive Ausdrücke emotionaler Erfahrungen werden ignoriert. In unserem allgemeinen Beispiel wird sogar zu Ruhe ermahnt.

“Bitte ingoriert eure Gefühle, oder macht wann anders damit weiter”, ist in unserem beispielhaften Szenario der Tenor.


Das Leben hat nicht immer Platz für Gefühle

Die Stahl- Arbeiterin in ihrer lauten Fabrik kann ihre Maschine nicht wütend anschreien, ohne sich einen schrägen Blick einzufangen. Genau so kann auch der Flugbegleiter nicht über jeden unfreundlichen Passagier in Tränen ausbrechen. Im Regelfall ist die Stahl- Arbeiterin auch nicht wütend. Auch der Flugbegleiter hat sich schon lange an unfreundliche Passagiere gewöhnt.

Im besten Fall sind die beiden mit sich im Reinen und stehen zu ihren Emotionen. Sie wissen, dass es sich mal um “einen schlechten Tag” handelt, oder “da wieder so ein Idiot auf Platz 45C sitzt”. Sie können sich und ihre Emotionen einordnen. Sie sind emotional Intelligent und somit leistungs- und handlungsfähig.
Im schlechtesten Fall ist unserer Stahl- Arbeiterin ihr Wut- Ausbruch unsagbar peinlich. Sie kann sich ihrer Emotion nicht stellen, versinkt in ihrem Scham und lässt sich eine Woche krankschreiben. Sie wird ihre Wut in Zukunft unterdrücken und begibt sich so in eine negativ- Spirale. Unser Flugbegleiter bricht vielleicht tatsächlich in Tränen aus. Der unfreundliche Passagier interpretiert das als Beleidigung und beschwert sich bei der Fluggesellschaft über den Mitarbeiter. Der Druck steigt. Bei unserem Flugbegleiter haben sich Emotionen aufgestaut und mussten “einfach mal raus”. Er wollte sich seine generellen negativen Gefühle gegenüber unfreundlichen Fluggästen nicht eingestehen. Er hat nicht emotional intelligent gehandelt.

Und?! Was hat jetzt die Schule damit zu tun?

Es gibt lange keine richtigen Emotionen. Es gibt auch lange keine falschen Emotionen. Bedenklich wird es dann, wenn die Kinder und Jugendlichen abstumpfen. Wenn “alles egal” wird, weil man ja sowieso nur negative Emotionen mit der Schule verbindet. “Alles egal”, kann auch bedeuten, dass trauernde Mitschüler nicht ernst genommen werden, oder sie wegen dem offenen zeigen ihrer Emotionen verspottet werden. Dann ist es “peinlich” negative Emotionen zu zeigen. Die Botschaft ist dann:

“verstecke alle negativen Emotionen, sonst bist du schwach!”

Dieses Horror- Szenario ist in manchen Klassenzimmern Alltag. So wird den Schülerinnen und Schülern ein massiver Druck aufgebaut.Natürlich gehen wir hier in diesem Artikel “vom schlechtesten Fall” aus. Wir spitzen es zu, aber die Botschaft ist trotzdem klar. Es soll ein Denkanstoß gegeben werden. Warum kann es nicht in Stunde drei am Montag- Vormittag heißen:

“So, wie geht es euch?”

Besitzt du emotionale Intelligenz?

Quellen: https://bit.ly/2EfPNtw

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